Die betriebliche Altersrente bietet eine Anzahl von Vorteilen. Beispielsweise braucht man sich als Arbeitgeber nicht um die Auswahl eines Anbieters oder um die damit verbunden Formalitäten zu kümmern. Der Arbeitgeber ist der Vertragspartner für den Anbieter der Altersvorsorge und kümmert sich um die Abwicklung. Es besteht dabei für den Arbeitgeber keine Verpflichtung, sich am Aufbau der Rente finanziell zu beteiligen. Dennoch wird diese Beteiligung heute in vielen Firmen als zusätzliche Vergütung geboten.

Die Verwaltungskosten einer solchen Altersvorsorge, die vom Arbeitgeber für eine ganze Gruppe von Personen abgeschlossen wird, sind wesentlich geringer, als wenn man sich privat rentenversichert. Zusätzlich können auch oft Tarife ausgehandelt werden, die sich speziell auf einen Betrieb und die Berufsrisiken zuschneiden lassen.

Freibeträge als zusätzlicher Anreiz

Man kann die Betriebsrente durch Beträge aufbauen, die direkt aus dem Bruttogehalt entnommen werden und damit steuerliche Vergünstigungen erhalten. Bis zu einem bestimmten Betrag sind dies Anlagen nämlich frei von Steuern und Sozialabgaben. Dabei gibt es seit dem Jahr 2012 auch höhere Steuerfreibeträge. Somit ist ein weiterer Anreiz für diese Art der Altersvorsorge geschaffen. Seit Januar 2012 beträgt der staatlich geförderte Freibetrag auf den weder Steuern noch Sozialabgaben gezahlt werden müssen 2.688 Euro. Das entspricht 4 % der für das Kalenderjahr geltenden Beitragsbemessungsgrenze. 2011 lag dieser Betrag lediglich bei 2,640 Euro.

Zusätzlich können noch weitere 1.800 Euro steuerfrei gespart werden. Für diesen letzteren Betrag sind jedoch Sozialabgaben zu leisten. Bei dieser sogenannten Entgeltumwandlung handelt es sich um einen Rechtsanspruch, den jeder Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber einfordern kann. Somit kann heute jeder Arbeitnehmer in den Genuss der steuerlichen Vorteile kommen, die vom Fiskus für diese Art von Rentenversicherung geboten werden. Bedenken sollte man jedoch, das eine betriebliche Altersrente, die vom Bruttogehalt finanziert wird, in der Auszahlungsphase, also im Rentenalter, die vollen Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Bei privaten Rentenversicherungen ist das in der Regel nicht der Fall.

Direktversicherung besonders beliebt

Es gibt verschiedene Durchführungsmodelle für die BaV, die in der Regel vom Arbeitgeber gewählt werden. Dazu gehören Pensionskassen und Pensionsfonds, ebenso wie Versicherungen und Unterstützungskassen. Hier werden die Beiträge vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer eingelassen. Die steuerlichen Vorteile sind dabei in allen Modellen gleich.

Ein beliebter Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge ist heute die Direktversicherung, die sich auch für kleinere Betriebe gut eignet. Sie zeichnet sich durch einen geringen Verwaltungsaufwand auf. Die Arbeitnehmer - und unter Umständen auch ihre Hinterbliebenen - erhalten aus dieser Versicherung später ihre Rentenbezüge.